Präsentationen erstellen mit KI
Ein Einstieg für Lehrende
Isabella Buck
02. September 2025
Easy Access ist eine Blogreihe des VK:KIWA für alle, die am Anfang ihrer Beschäftigung mit generativer KI stehen. Wir richten uns dabei besonders an Lehrende und erklären in kompakten Beiträgen zentrale Begriffe, zeigen konkrete Anwendungsmöglichkeiten und machen erste Schritte mit KI verständlich und umsetzbar. Mit der Blogreihe möchten wir vor allem (Noch-)Einsteiger:innen darin ermutigen, KI schrittweise auszuprobieren und sie lernförderlich in die Lehre zu integrieren.
Begriff / Use Case – worum geht es eigentlich?
KI-Tools können sowohl Sie als Lehrende, aber auch Ihre Studierenden beim Erstellen wissenschaftlicher Präsentationen unterstützen: von der Ideenfindung bis zur fertigen Folie. Die Tools helfen, komplexe Inhalte in übersichtliche Visualisierungen zu überführen, sparen Zeit und erleichtern den Einstieg in ein neues Thema. Neben ‚klassischen‘ textgenerierenden KI-Tools wie ChatGPT, die auf eine Folie kopierbare Stichpunkte liefern können, gibt es auch spezialisierte KI-Präsentations-Tools, die in wenigen Minuten komplette, ästhetisch ansprechende Präsentationen erzeugen.
Möglicher Use Case Lehrende: Präsentationen für die eigene Lehrveranstaltung erstellen; einen eigenen wissenschaftlichen Artikel KI-gestützt für einen Konferenzbeitrag in eine Präsentation überführen.
Möglicher Use Case Studierende: Präsentation für ein Referat erstellen; die Abschlussarbeit für ein Kolloquium in eine Präsentation überführen.
Funktionsweise und Hintergrundinfos – was sollte man wissen?
Generative KI kann Texte analysieren, Schlüsselpunkte extrahieren und diese automatisch in eine Präsentationslogik (z. B. Einleitung, Hauptteil, Schluss) überführen. Tools wie Gamma nutzen dafür Sprachmodelle, die Text strukturieren und mit visuellen Elementen kombinieren. Die Ergebnisse sind editierbar, sodass man sie jederzeit korrigieren, ergänzen oder an einen anderen Stil anpassen kann.
Wie immer hängt die Qualität der Ausgabe von der Qualität der Eingabe ab. Je klarer Thema und Zielgruppe definiert sind, desto besser wird die Präsentation.
Beispiel/Anwendung/Lösung: Wie geht es denn?
Beispiel-Tool Gamma:
Im ersten Schritt kann zwischen diesen drei Optionen gewählt werden:
Entscheidet man sich für „Generieren“, wird man durch folgende Schritte geführt:
- Thema eingeben: z. B. „Künstliche Intelligenz in der Hochschullehre“
- Format und Design wählen
- Gamma generiert automatisch Folien, inklusive Struktur und Designvorschlägen
- Anpassungen vornehmen: Inhalte ändern, Grafiken hinzufügen/löschen, Designfarben wählen
Alternativ kann bei „Text einfügen“ ein bestehender Text hochgeladen werden, aus dem Gamma eine Präsentation erstellt. Ein Beispiel dafür sehen Sie hier. Hier hat Isabella Buck ein Kapitel ihres Buches „Wissenschaftliches Arbeiten mit KI“ hochgeladen und daraus eine Präsentation erstellen lassen. Das Ergebnis ist nur minimal bearbeitet.
Eine ausführlichere Anleitung zu Gamma stellen wir hier für Sie bereit.
Fallstricke – was sollte ich als Lehrperson beachten bzw. meinen Studierenden mitgeben?
- Fachliche Kontrolle: Generierte Folien sind ein Entwurf, daher gilt (wie immer bei der Arbeit mit generativer KI): Fakten prüfen und Inhalte ggf. vertiefen.
- Datenschutz: Bei Upload eigener Materialien prüfen, ob sensible Daten enthalten sind.
- Didaktik schlägt Ästhetik: Hübsche Folien sind hilfreich, ersetzen aber keine reflektierte didaktische Planung.
Was könnte danach der nächste kleine Schritt sein? – Reflexionsfragen für Lehrende
- Wie möchte ich KI-Präsentations-Tools in der Lehre nutzen: nur zur eigenen Vorbereitung oder auch gemeinsam mit Studierenden, um ihnen dies als Möglichkeit zu präsentieren, Folien für Referate zu erstellen?
- Kann KI mir helfen, Inhalte zielgruppenorientierter und verständlicher aufzubereiten?